Wissenswertes

Hier erfahren Sie immer wieder Interessantes und Wissenswertes rund um die Katze.

 

 

 

 

Weiße Katze = taube Katze?

 

Bei weißen und vorwiegend weißen Katzen und Hunden ( Dalmatiner) kann es leider sein, dass sie taub sind. Diese Taubheit ist genetisch gekoppelt an das Gen w für weiß. Es ist ist nicht unbedingt gesagt, dass es so ist. So gibt es genügend weiße Katzen und Hunde die uneingeschränkt hörfähig sind.

Durch einen audiometrischen Test lässt sich dies zuverlässig feststellen. Mittlerweile wird dieser Test von den meisten Vereinen vor Zuchteinsatz weißer Tiere vom jeweiligen Züchter gefordert. Das Tier wird sediert, feine Sonden werden unter die Schädelhaut geschoben, und somit bestimmte Geräusche in festgelegten Frequenzen zugeführt. Entsprechende Regionen des Gehirns sollten dann reagieren. Die Messdaten zeigen dann, ob und in wie weit das Tier hörfähig ist. Der schriftliche Beleg in Verbindung mit der Transpondernummer des jeweiligen Tieres gehört zu den Dokumenten zur Vorlage beim Verein. Es soll nur mit einwandfrei hörfähigen Tieren gezüchtet werden!

 

Warum reicht denn nicht der Klatschtest? Die Katze hört das doch auch, oder auch nicht?

Klares Nein, der reicht nicht! Die Katze hört es nicht unbedingt. Außerdem ist dieser Test nicht zuverlässig. Eine taube Katze kann ihre Taubheit so gut kompensieren, dass sie schon auf leichteste Druckwellen reagieren kann. Es ist auch nicht festzustellen, ob sie uneingeschränkt hörfähig ist oder vielleicht nur zum bestimmten Prozentsatz auf einem oder beiden Ohren hörfähig. Gewissheit bringt also nur ein Audiometrietest.

 

Weiße Katzen mit blauen Augen sind immer taub!?

Nicht unbedingt. Im Umkehrschluß ist es aber auch nicht gesagt, dass weiße Katzen mit grünen oder amberfarbenen Augen absolut hörfähig sind. Die Hörfähigkeit einer weißen Katze kann man nicht unmittelbar mit ihrer Augenfarbe in Zusammenhang bringen. Allerdings haben Untersuchungen ergeben, dass der Prozentsatz tauber weißer Katzen bei den Blauäugigen deutlich höher liegt (ca. 60%), als bei odd-eyed Tieren. Bei Tieren mit grünen oder amberfarbenen Augen ist der Anteil tauber oder eingeschränkt hörfähiger am geringsten.

 

 

 

Wir selbst haben 2005 eine weiße Türkisch Angora Katze in unsere Cattery aufgenommen. Günes, schneeweiß, odd-eyed und stocktaub. Uns wurde versichert, dass diese Katze absolut hörfähig ist, also diesbezüglich auch problemlos in der Zucht eingesetzt werden kann. Ein schönes Papier des betreffenden Vereins bescheinigte dies auch. Dabei handelte es sich lediglich um einen „Klatschtest“. Von unserem damaligen Verein wurde aber ein „ Audiometrietest“ verlangt. Wir befolgten dies und die Auswertung bescheinigte uns dann leider, dass Günes absolut hörunfähig ist.

Für Günes und auch für uns hieß dies „Zuchtausschluß“. Günes wurde kastriert und lebt seither zufrieden in unserer Katzengruppe.

Katzenallergie!? Nein danke!

 

Immer wieder höre ich im Gespräch das Wort Katzenallergie.

Ich muss dann oft milde lächeln, denn eine Allergie gegen eine Katze? Nein, sicher nicht! Gegen die Haare? Auch sicher nicht! Denn auch bei den haarlosen Rassen kann es bei Betroffenen ebenfalls zu Reaktionen kommen.

 

Die meisten Menschen sind nicht ausreichend darüber informiert worauf diese Allergie wirklich beruht. Und oft wird diese Unwissenheit auch vom Hausarzt nicht zufriedenstellend beantwortet.

 

Hier muss unbedingt mal was gerade gerückt werden!

 

Es ist richtig, dass Menschen auf „Katzen“ allergisch reagieren können. Dies kann tatsächlich von Niesen, über Hautausschlag bis hin zur lebensbedrohlichen Atemnot gehen, und ist in solchen Fällen absolut nicht zu unterschätzen!

Dennoch ist es nicht unbedingt so, dass der Betroffene auf jede Katze reagiert. Es ist nämlich so, dass nicht jede Katze dieses Allergen hat.

 

Warum nicht?

Nun, verantwortlich für allergische Reaktionen ist vorwiegend ein Protein ( Fel d 1 ) in Speichel, Talgdrüsen- und Analdrüsensekret der Katze. Die Katze ist ein reinliches Tier, und intensive Fellpflege gehört zu ihrem Tagesablauf. Dadurch wird Speichel auf das Fell aufgetragen. Männliche Tiere produzieren übrigens sogar mehr Fel d 1 als weibliche Tiere!

Die mikroskopisch kleinen Partikel des Allergens sind so leicht, dass sie nicht einfach zu Boden fallen. Da sie schwebfähig sind halten sie sich in der Raumluft, und können so eingeatmet zu entsprechenden Reaktionen führen.

Natürlich, kommt derjenige mit einer Katze in direkten Kontakt, ist es auch nicht verwunderlich, dass Symptome sich deutlichst verstärken können!

 

Es gibt aber auch Katzen, die, wie schon erwähnt, dieses Protein nicht haben. Dies ist völlig unabhängig von der Rasse! Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat vor einigen Jahren sogar versucht die „Allergikerkatze“ schlechthin zu schaffen, durch gezielte Zucht mit Tieren, die frei von diesem Allergen sind. Dieses scheiterte letztendlich. Möglicherweise wird das verantwortliche Gen zur Herstellung des Proteins rezessiv vererbt. So kann es sein, dass Elterntiere frei von dem Allergen sind, aber die Nachkommen dennoch damit belastet sind.

 

Ich möchte aber doch gerne eine Katze!

Für Katzenfreunde, die leider mit einer Katzenallergie behaftet sind, heißt es also nicht unbedingt auf eine Katze verzichten zu müssen. Sie sollten sich immer mit ihrem Hausarzt beraten und sich auch mit einem Züchter ihrer Wahl in Verbindung bringen. Von den in Frage kommenden Kätzchen sollte man einige Haare auszupfen und mit einem Wattestäbchen eine Speichelprobe nehmen. Der Arzt macht mit den Haaren und dem Speichel einen Allergietest an betroffener Person. Man sollte die Möglichkeit einer Referenzprobe bedenken! Also, wo man auf jeden Fall positiv reagiert.

 

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass die „Katzenallergie“ oft schon Folge einer vorangegangenen Allergie sein kann, Hausstaubmilben z. Bsp. Eine Hyposensibilisierung wäre immer anzuraten.

 

 

 

 

Wir haben mittlerweile schon verschiedene Tiere in Allergikerhaushalte vermittelt. Für diese besonderen Fälle nehmen wir uns sehr viel Zeit und beraten gerne. Schließlich geht es nicht nur um die Person des zukünftigen Katzenpersonals, sondern auch um das Wohlergehen des Tieres selber. Soll es doch nicht gleich wieder nach wenigen Wochen umziehen müssen. Und wenn, dann bitte wieder zurück zum Züchter! Dies kam bei uns einmal vor. Der Kater kam nach drei Jahren wegen multipler Allergien des Besitzers wieder zu uns zurück. Wir suchten nach einer guten Vermittlung und noch am selben Tag durfte der Kater in seine neue Familie umziehen. Happy End!

 

 

 

 

Letztes Update:              27.05.2018

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