Masha - geliebte Lebensretterin

 

 

 

Im Jahr 2006 bewohnte ich noch meine Eigentumswohnung. Drei Zimmer, Küche, Bad und schöner Balkon. Das Haus hatte vier Wohnungen auf zwei Etagen.

Es war Anfang März und es war draußen noch immer alles weiß vom Schnee. Zu dieser Zeit hatte ich Morro, Masha, Mailo, Cilly und Dunja, die allerdings zu der Zeit im Honeymoon bei einem anderen Kater in der Nähe von Köln war.

Es war die Nacht von Freitag auf Samstag. Gegen vier Uhr in der Nacht fing Katze Masha an mich wachzutrampeln. Es dauerte einige Zeit bis sie mich dann auch wach hatte. Noch als ich im Bett lag roch ich es schon. Brandgeruch. Das Fenster im Schlafzimmer war auf Kipp geöffnet. Ich stand auf und schnupperte am offenen Fenster. Nein, nichts. Die Luft roch gut. Nun war ich nicht nur wach, auch neugierig. Wo kam der Brandgeruch her!? Ich ging durch die Wohnung. Schaute aus den Fenstern. Mir fiel dann auf, dass es im Wohnungsflur doch intensiv nach Rauch roch! Ich öffnete beherzt die Wohnungstür, da schlugen mir schwarze Rauchwolken entgegen. Tür! Sammeln. Was tun!? Alle Katzen schnell ins Schlafzimmer. Dies ist auch notfalls über den Balkon begehbar.

Dann die Nachbarn! Ich klingelte Sturm bei der jungen Familie direkt nebenan. Die kleine Tochter war grade wenige Monate jung.

Nach mehreren Klingelversuchen wurde schleppend die Tür geöffnet.

Carmen: Ooh, Signe weisst du wie spät es ist? Wir schlafen noch.

Ja, Carmen, raus hier, es brennt! Wir müssen die Feuerwehr rufen und den anderen Nachbarn Bescheid geben.

Mittlerweile stand auch ihr Mann Björn da. Er hatte sich bereits angekleidet und war schon auf dem Weg durch das Haus die zwei alleinstehenden Nachbarinnen zu alarmieren.

Die Feuerwehr war alarmiert und kam innerhalb kürzester Zeit. Wir hatten sehr großes Glück, sie hatten Jahreshauptversammlung am Ende unserer Straße. So dauerte es wirklich nur wenige Minuten bis zu deren Ankunft.

Nun ging alles sehr schnell. Eine der alleinstehenden Nachbarinnen war noch nicht bei uns. Aus ihrer Wohnung kamen auch die dicken schwarzen Rauchschwaden. Ängste keimten auf.

Einer der Feuerwehrmänner ging mit mir in meine Wohnung und verfrachtete beherzt meine völlig verängstigten Katzen in Transportkörbe. Wir trugen die Tiere runter in meinen PKW. Da waren sie vorerst gut aufgehoben.

Mittlerweile hatten seine Feuerwehrkollegen die Tür der einen Nachbarin aufgebrochen. Sie lag ohnmächtig in ihrem Bett. Sie war nicht ansprechbar und wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht.

Der Schwelbrand war in einem Küchengerät entstanden, und die giftigen Schwaden breiteten sich schnell aus. Die Nachbarin hatte sehr viel Glück gehabt. Nach einigen Tagen war sie wieder zurück. Die Rauchvergiftungen hätten nicht heftiger sein dürfen, dann hätte sie keine Überlebenschancen mehr gehabt.

Die Versicherung übernahm die Schäden im Haus. Nach einigen Wochen erinnerte nichts mehr an dieses entsetzliche Vorkommnis.

Meine Katzen allerdings waren Lebensretter in dieser Nacht! Von der lebensbedrohlich betroffenen Nachbarin wurden meine Tiere mit Streicheinheiten und einem Futtergutschein als Dankeschön bedacht. Ich bin stolz auf meine Tiere. Masha hat seit dieser Nacht einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.

Meine beherzte Lebensretterin! Danke Mause!

 

 

 

 

Letztes Update:              27.05.2018

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